Schleuse Duisburg-Meiderich / Lock Duisburg-Meiderich

Zurück in meiner Heimatstadt Duisburg widme ich mich zunächst nicht einem unserer zahlreichen (!) Hüttenwerke, sondern – Überraschung – der Schleuse Duisburg-Meiderich am Rhein-Herne-Kanal.

Schiffe, die den Rhein-Herne-Kanal vom Rhein aus in Richtung Herne bzw. Dortmund hinauffahren wollen, haben zwei Möglichkeiten: Entweder sie nehmen den nördlichen Weg über den Hafenkanal und die Schleuse Meiderich, die den Übergang vom Hafenkanal zum eigentlichen Rhein-Herne-Kanal darstellt, oder sie nehmen den südlichen Weg durch die Ruhr, die in Duisburg in den Rhein mündet, und die Ruhrschleuse Duisburg. Etwa einen Kilometer flussaufwärts von der Ruhrschleuse Duisburg gibt es einen Verbindungskanal zum Rhein-Herne-Kanal, weshalb die Ruhrschleuse auch als zweite Kammer für die Schleuse Meiderich genutzt wird, die als einzige RHK-Schleuse nur über eine Kammer verfügt. Der Ruhrschleuse Duisburg widme ich mich hier ausführlich.

Back in my home town of Duisburg, I will not turn my attention to one of our many (!) ironworks sites for now, but rather – surprise – the Rhine-Herne Canal lock Duisburg-Meiderich.

Ships that intend to travel the Rhine-Herne Canal „upstream“ from the river Rhine towards Herne or Dortmund have two options: Either they take the north route through the Harbor Canal and the Meiderich lock, which marks the transition from the Harbor Canal to the Rhine-Herne Canal proper, or they take the south route through the Ruhr, which flows into the Rhine in Duisburg, and the Ruhr Lock Duisburg. About a kilometer (less than a mile) upstream from the Ruhr Lock Duisburg, there is a short canal connecting the Ruhr and the Rhine-Herne Canal, which is why the Ruhr Lock is used as a second chamber for the Meiderich lock, the only Rhine-Herne Canal lock with only one chamber. A separate report on the Ruhr Lock Duisburg can be found here.

Im Vordergrund der Rhein, links der Rhein-Herne-Kanal bzw. Hafenkanal, rechts die Ruhrmündung. Am südlichen Ufer der Ruhr befindet sich die Skulptur „Rheinorange“ des Bildhauers Lutz Fritsch. Im Hintergrund sieht man außerdem den Stadtwerketurm, einen Schornstein der Stadtwerke Duisburg, sowie die Faultürme des Klärwerks Kasslerfeld.

The Rhine is in the foreground, the Rhine-Herne Canal (or, more precisely, the Harbor Canal) on the left, and the mouth of the Ruhr on the right. On the right shore of the Ruhr, you can see the sculpture „Rhine Orange“ by sculptor Lutz Fritsch. Furthermore, in the background, there are the „Stadtwerketurm„, a smokestack owned by public utility company Stadtwerke Duisburg, and the digestion tanks of the Kasslerfeld sewage treatment plant.

Wegweiser für Schiffsführer inklusive Funkfrequenzen: Schleuse Meiderich links, Ruhrschleuse Duisburg rechts.

Signposts for captains, including radio frequencies: Meiderich lock to the left, Duisburg Ruhr lock to the right.

Der Hafenkanal von der Hafenkanalbrücke des Oberbürgermeister-Lehr-Brückenzugs aus gesehen, ganz weit hinten in der Bildmitte die Schleuse Meiderich. Am rechten Bildrand erkennt man noch die Ruhrschleuse Duisburg und das Ruhrwehr.

The Harbor Canal as seen from the Harbor Canal bridge, with the Meiderich lock in a far distance, at the center of the photo. On the right edge of the photo, you can see the Ruhr Lock Duisburg and the Ruhr Weir.

Ein Schiff nimmt Kurs auf die Schleuse Meiderich.

A ship is setting course towards the Meiderich lock.

Die Schleuse Meiderich von der südlichen Seite der Ruhr aus gesehen.

The Meiderich lock as seen from the south side of the Ruhr.

Der Schleusenturm aus der Nähe. Die Schleuse Meiderich verfügt im Unterhaupt über ein Hubtor und im Oberwasser über ein Senktor.

Die 1914 erbaute ursprüngliche Schleuse Meiderich, damals noch schlicht „Schleuse I“ genannt, verfügte wie alle Schleusen am Rhein-Herne-Kanal über ein Schiebetor im Unterwasser, in Meiderich außerdem auch im Oberwasser. Die Schleuse in ihrer ursprünglichsten Form, aufgenommen im Jahr 1920, ist hier zu sehen. Später wurde die Torbrücke umgebaut und modernisiert. Bilder der Schleuse nach diesem ersten Umbau finden sich unter anderem hier, hier, hier, hier und hier.

Neben beiden Schleusentoren verlief damals eine Treidelbahn. Seit 1905 galt in den westdeutschen Kanälen ein staatliches Schleppmonopol; Lastkähne wurden zwischen den Schleusen von zugelassenen Schleppern transportiert und per Treidellok in die Schleusen hinein und wieder hinaus gezogen. 1967 wurde das staatliche Schleppmonopol endgültig beendet – der „Selbstfahrer“ hatte sich durchgesetzt. Von 1978 bis 1980 wurde südlich neben der alten Schleusenkammer die neue Schleuse in ihrer heutigen Form errichtet. Die alte Kammer verfügte über eine Länge von 165 Metern und eine Breite von 10 Metern, die heutige Schleuse ist dagegen 190 Meter lang und annähernd 12 Meter breit. Bilder vom Neubau findet man unter anderem hier und hier.

The control tower from up close. The Meiderich lock’s lower gate is a guillotine gate, while the upper gate is a drop gate.

The original Meiderich lock, built in 1914 and simply named „Lock I“ back then, was equipped with a sliding lower gate, like all Rhine-Herne Canal locks at the time; in the Meiderich lock’s case, the upper gate was also a sliding gate. The lock in its original form, photographed in 1920, can be seen here. Later, the suspension frame was rebuilt and modernized. Photos of the lock following this first refit can be found here, here, here, here and here, among other places.

At that time, railway tracks for towing locomotives were located next to both lock gates. Since 1905, the government had a monopoly on towing ships in the West German canals; barges were towed by tugboats between the locks, and locomotives towed them into and out of the locks. In 1967, the government monopoly on towing ships was finally abandoned for good; self-propelled vessels had prevailed. Between 1978 and 1980, the new lock in its present form was built next to the location of the old lock’s chamber. The old chamber was 165 meters (541 feet) long and 10 meters (ca. 33 feet) wide; the new chamber is 190 meters (623 feet) long and a little under 12 meters (39 feet) wide. Photos of the construction of the new lock can be found here and here, among other places.

Das Hochwassertor, das nur bei Rheinhochwasser abgesenkt wird. Da der Wasserstand im Unterwasser des Hafenkanals abhängig vom Wasserstand des Rheins ist, kann es vorkommen, dass bei Rheinhochwasser der Wasserstand im Unterwasser höher ist als im Oberwasser. In solchen Fällen wird an der Schleuse Meiderich in Richtung Rhein ausnahmsweise zu Berg statt zu Tal geschleust, und das Hochwassertor wird aufs eigentliche Schleusentor aufgesetzt. Aus ökonomischen Gründen hat man sich beim Bau der Schleuse für ein zweigeteiltes Tor entschieden.

The flood gate that is only lowered in case of a flood in the Rhine. Since the „downstream“ water level of the Harbor Canal depends on the Rhine’s water level, it’s possible that during a flood in the Rhine, the „downstream“ water level in the canal is actually higher than the „upstream“ water level. In such cases, the Meiderich lock turns upstream rather than downstream towards the Rhine, and the floodgate is attached on top of the actual lower gate. The idea to divide the gate into two parts was made for economic reasons during the construction of the lock.

Der herabgesenkte Rammschutz, der verhindern soll, dass Schiffe beim Einfahren in die Schleuse gegen das Untertor fahren, wird gerne von Tauben als Sitzplatz genutzt.

The lowered barrier, which is is supposed to prevent ships entering the lock from ramming the lower gate, is frequently used as a resting place by pigeons.

Die Schleuse Meiderich vom Oberwasser aus gesehen. Der Schleusenturm wird teilweise von der Berliner Brücke der Autobahn A59 verdeckt. Im Vordergrund sieht man das geschlossene Obertor, links und rechts davon die Maschinenhäuser, mit denen das Tor betrieben wird.

The Meiderich lock as seen from upstream. The control tower is partially obscured by the highway A59’s Berliner Brücke. In the foreground, you can see the closed upper gate, with the engine houses that operate the gate on both sides.

Ein Schiff wartet auf Einfahrt in die Schleuse.

A ship is waiting for the upper lock gate to open up so it can enter.

Auch Schleusen verfügen über Ortsschilder.

Locks have their version of „city limit“ signs as well.

Ein Vergleichsfoto aus dem Jahr 2012 zeigt keine nennenswerten Änderungen. Bei den schwarzen Balken, der sich in den Fotos aus dem Jahr 2014 links neben dem Obertor befinden, handelt es sich um Dammbalken, die für eine Trockenlegung der Schleuse zu Wartungszwecken verwendet werden.

A comparison photo from 2012 doesn’t show any noteworthy changes. The black logs that can be seen to the right of the upper gate in the 2014 photos are stoplogs, which are used to completely drain a lock for maintenance.

Die Schleuse Meiderich mit geöffnetem Untertor vom Unterwasser aus gesehen. Links im Bild die Hafenbahnbrücke. Seit der 2010 abgeschlossenen Modernisierung ist der gesamte Schleusenvorgang modernisiert und kann von einer Person bedient werden.

The Meiderich lock with its lower gate raised, as seen from downstream. On the left, you can see the harbor rail bridge. Since the modernization that was finished in 2010, the entire operation of the lock is automated and can be handled by one person.

Das geschlossene Untertor. Obwohl die Schleuse erst zwischen 2008 und 2010 generalüberholt wurde und bei dieser Gelegenheit auch neue Schleusentore erhielt, wurde das Untertor bereits kurz darauf wieder beschädigt. Die hier deutlich sichtbare Delle stammt aus dem Januar 2011. Damals herrschte im Rhein Hochwasser, es wurde daher in Richtung Rhein zu Berg geschleust, weshalb der Rammschutz nicht abgesenkt war, und ein übereifriger Kapitän eines niederländischen Tankschiffs fuhr bereits los, obwohl das Tor noch gesenkt war und das Signallicht in der Schleuse noch Rot zeigte. Der Rhein-Herne-Kanal war damals infolge des Unfalls mehrere Tage lang gesperrt, und da aufgrund des Rheinhochwassers auch der Verbindungskanal zur Ruhr gesperrt war, mussten Schiffe, die eigentlich die Schleuse passieren wollten, solange den weiten Umweg über den Wesel-Datteln-Kanal nehmen.

The lower gate in its lowered position. Even though the lock had only just been overhauled between 2008 and 2010, and had also been equipped with new gates in the process, the lower gate was already damaged again shortly afterwards. The dent that is clearly visible here dates from January 2011. At that time, the Rhine was flooded, therefore the Meiderich lock turned „upstream“ towards the Rhine, which is why the barrier wasn’t lowered either. The overeager captain of a Dutch tank ship set sail even though the gate was still not raised, and the signal lights inside the lock were still showing red. Following the accident, the Rhine-Herne Canal was closed for several days, and since the canal connecting the Rhine-Herne Canal and the Ruhr was also locked due to the flood in the Rhine, ships that wanted to pass through the lock had to take a long detour via the Wesel-Datteln Canal during that time.

Das Untertor von der anderen Seite. Bei der hier sichtbaren Beschädigung handelt es sich entweder um eine Spätfolge der Kollision von Anfang 2011, eine Auswirkung der frostigen Temperaturen Anfang 2012, die zeitweise den Verkehr auf dem gesamten Kanal zum Erliegen brachten, oder eine Kombination aus beidem. Im September 2011 waren von vorne noch kaum Beschädigungen am Tor auszumachen (zu sehen unter anderem hier), zum Streik der Schleusenwerter im Juli 2013 war der Schaden dagegen schon in seiner heutigen Form erkennbar (zu sehen unter anderem hier).

The lower gate as seen from the other side. The damage visible here is either a long-term effect of the collision from early 2011, a consequence of the frosty temperatures from early 2012, which temporarily halted the entire ship traffic on the canal, or a combination of both. In September 2011, barely any damages were visible on the front side of the gate (see here, for example), but when the lockkeepers went on strike in July 2013, the damage had already reached its current state (see here, for example).

Beendigung eines Schleusenvorgangs: Das Obertor öffnet sich, und ein Schiff fährt aus der Schleusenkammer in den Rhein-Herne-Kanal.

The end of a lock operation: The upper gate opens, and a ship exits the lock chamber into the Rhine-Herne Canal.

Ist die Kammer frei und zeigt die Ampel grün, kann das nächste Schiff einfahren. Die Schleuse Meiderich ist für Schaulustige einsehbar, der öffentlich zugängliche Bereich befindet sich zwischen Schleusenturm und Schleusenbüro.

Once the chamber is empty and the lights are green, the next ship may enter. The Meiderich lock can be freely observed by spectators, the public area is located between the control tower and the small office building.

Ist das Obertor wieder geschlossen, kann die Schleusenkammer geleert werden. Am feuchten Bereich der Schleusenwand kann man sehen, wie weit der Wasserpegel bereits gesunken ist. Damit Schiffe nicht in der Kammer hin und her geschleudert werden, müssen sie während des Schleusenvorgangs mit Leinen an Pollern festgemacht werden. Besonders praktisch sind Schwimmpoller, die sich automatisch mit dem Wasserspiegel in der Kammer heben oder senken. Problematisch wird es, wenn sich Berufsschiffer während eines Schleusenvorgangs die Kammer mit Freizeitschiffern teilen. Da die Berufsschiffer Vorrang haben, stehen den Freizeitschiffern möglicherweise keine Schwimmpoller mehr zur Verfügung. In diesem Fall müssen die Leinen während des Schleusenvorgangs immer wieder auf den nächsten höher- bzw. tiefergelegenen Poller umgelegt werden.

Once the upper gate has been closed again, the chamber can be emptied. The wet section on the chamber’s wall indicates how much the water level has already dropped. In order to prevent ships from being tossed around inside the chamber, they have to be moored on bollards while inside the lock. Floating bollards are particularly practical, as they automatically rise or drop concurrently with the water level inside the chamber. It gets problematic when commercial vessels share a chamber with pleasure crafts. Since the commercial vessels take priority, the pleasure crafts may have no floating bollards left to use. In that case, they have to keep reattaching their mooring lines to the next higher or lower fixed bollard.

Um zu vermeiden, dass durch das Ablassen des Wassers aus der Schleuse ins Unterwasser (bzw. beim Schleusen zu Berg durch das Ablassen des Wassers aus dem Oberwasser in die Schleusenkammer) zu starke Strömungen entstehen, wird das Wasser grundsätzlich unterhalb der Wasseroberfläche abgelassen. Im Falle der Schleuse Meiderich befinden sich in der Kammersohle verschließbare Schütze, mittels des Prinzips der kommunizierenden Gefäße wird so ein Ausgleich zwischen dem Wasserstand innerhalb und außerhalb der Schleusenkammer hergestellt.

In order to prevent causing too strong currents by draining the water from the lock into the „downstream“ water level (or, when turning „upstream“, by draining the water from the „upstream“ water level into the lock chamber), the water is always drained below the water surface. In the Meiderich lock’s case, there are sealable paddles in the chamber’s floor which create a balance between the water levels inside and outside the chamber by utilizing the principle of communicating vessels.

Die Fallhöhe der Schleuse Meiderich ist abhängig vom Wasserstand des Rheins und beträgt im Durchschnitt etwas über 7 Meter, ein Schleusenvorgang dauert im Schnitt 10 Minuten. Sobald der Ausgleich hergestellt ist, öffnet sich das Untertor, und auch der Rammschutz hebt sich.

The drop height of the Meiderich lock’s chamber depends on the water level in the Rhine, but is about 7 meters (ca. 23 feet) on average, and a turn of the lock lasts ten minutes on average. Once the water levels are in balance, the lower gate opens, and the barrier is lifted as well.

Sobald der Schiffsführer grünes Licht bekommt, kann das Schiff die Schleuse verlassen.

As soon as the ship’s captain gets green light, the ship may exit the lock.

Die leere Schleusenkammer mit geschlossenem Obertor inklusive Drempel.

The empty lock chamber with the upper gate closed, including a look at the cill.

Wenn alle Schiffe die Schleuse verlassen haben, wechselt das Signallicht von rot auf grün, und Schiffe, die vor der Schleuse warten, können einfahren.

Once all ships have left the lock, the signal light changes from red to green, and ships waiting in front of the lock may enter.

Sobald das Untertor geschlossen ist, kann wieder Wasser in die Schleuse eingelassen werden. So können Schiffe zu Berg geschleust werden, oder es kann die nächste Talschleusung für weitere Schiffe, die im Oberwasser warten, vorbereitet werden.

Once the lower gate is closed, the lock can be filled with water again. This way, ships can be lifted upstream, or the lock can be prepared to lower the next ships waiting in front of the upper gate downstream.

Da es sich beim Rhein-Herne-Kanal um ein stehendes Gewässer handelt, geht mit jedem Schleusenvorgang Wasser aus dem Oberwasser verloren. Um eine konstante Wasserhaltung zu gewähleisten, wird einerseits Frischwasser aus der Lippe an der Wasserübergabe Hamm in den Datteln-Hamm-Kanal eingespeist, der über den Dortmund-Ems-Kanal auch mit dem Rhein-Herne-Kanal verbunden ist, ferner auch aus dem Unterlauf der Ruhr über den Verbindungskanal in den Rhein-Herne-Kanal im Oberwasser der Schleuse Meiderich. Andererseits gehört aber auch zu jeder Schleuse ein Rückpumpwerk, mit dessen Hilfe Wasser aus dem Unterwasser der Schleuse wieder ins Oberwasser zurückgepumpt werden kann. Das Anfang der 1980er Jahre erbaute Rückpumpwerk Duisburg-Meiderich, das hier zu sehen ist, befindet sich ca. 400 Meter vor der Schleuse, spielt jedoch aufgrund der Einspeisung von Frischwasser aus der Ruhr im Vergleich zu den Rückpumpwerken der übrigen Schleusen am Rhein-Herne-Kanal nur eine untergeordnete Rolle.

Since the Rhine-Herne Canal is a body of standing water, each operation of a lock results in a loss of water from the „upstream“ water level. In order to maintain a constant water level, fresh water is brought in from the river Lippe into the Datteln-Hamm Canal, which is connected to the Rhine-Herne Canal through the Dortmund-Ems Canal, but also from the Lower Ruhr, which is connected to the Rhine-Herne Canal upstream from the Meiderich lock. Furthermore, each lock also has its own pumping station, which can pump water from the downstream water level back into the upstream water level. The Duisburg-Meiderich pumping station seen here, built in the eary 1980s, is located about 400 meters (a little over 1.300 feet) downstream of the Meiderich lock, but because fresh water is brought in from the Ruhr, it plays a minor role for maintaining a constant water level compared to the pumping stations of the other Rhine-Herne Canal locks.

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Phoenix-West Dortmund

Nach meiner Rückkehr aus dem Saarland (siehe die vorangegangenen Beiträge zum Alten HüttenAreal Neunkirchen, zur Völklinger Hütte und zur Dillinger Hütte) setzte ich meine Reise im Ruhrgebiet fort.

Bevor ich mich meiner eigenen Heimatstadt Duisburg widmete, unternahm ich zunächst einen Abstecher nach Dortmund. Dort befindet sich ebenfalls ein stillgelegtes Hüttenwerk, Phoenix-West, das ehemals zum Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein gehörte, der 1966 von der Hoesch AG übernommen wurde. Es folgten weitere Übernahmen, bis das Werk schließlich 1998 im Zuge der Fusion von Thyssen und Krupp zur ThyssenKrupp AG endgültig aufgegeben wurde.

Following my return from the Saarland (see the preceding reports on the „Altes HüttenAreal Neunkirchen„, Völklingen Ironworks and the Dillinger Hütte), I continued my tour in the Ruhr area.

Before I turned my attention towards my own home town Duisburg, I made a trip to Dortmund, a city that is home to yet another former ironworks plant. Phoenix-West was once part of the „Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein“, which was taken over by Hoesch AG in 1966. More takeovers followed, until the plant was finally shut down for good in 1998, as a consequence of the fusion of Thyssen and Krupp into ThyssenKrupp AG.

Der Stadtteil Hörde, in dem sich die Werksanlagen befinden, hat dieselbe Entwicklung durchgemacht wie viele ähnliche Stadtteile im Ruhrgebiet. Das ehemalige Arbeiterviertel hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt, jedoch hat die Stadt Dortmund bereits Gegenmaßnahmen ergriffen: Phoenix-West bleibt teilweise als Industriedenkmal erhalten, die freigewordenen Bereiche werden zur Ansiedlung neuer Unternehmen genutzt, und rundherum entstehen Parkanlagen. Der nahegelegene Werksteil Phoenix-Ost wiederum, ehemals Standort der Hermannshütte und später des Phoenix-Stahlwerks, wurde komplett abgerissen, und auf dem Gelände wurde ein künstlicher See angelegt, der Phoenix-See. Um den See herum entstehen zur Zeit neue Wohngebiete, die eine gehobenere Klientel anziehen soll.

Was mir immerhin aufgefallen ist: Auch der „alte“ Teil von Hörde, der auf dem Bild zu sehen ist, wirkte auf mich deutlich dauberer und gepflegter als vergleichbare Stadtteile etwa in Duisburg.

The district of Hörde, where the former plant is located, has gone through the same development as many similar districts in the Ruhr area. The former working-class district has become a „deprived area“ in recent decades; however, the city of Dortmund has already taken countermeasures: Phoenix-West is partially maintained as an industrial monument, while the vacant areas are made available for new businesses to settle down, with parks being set up around the entire location. Meanwhile, the nearby site of Phoenix-Ost, the former location of the Hermannshütte, and later of the Phoenix steel plant, has been completely torn down, and an artificial lake has been created in its place, called the „Phoenix-See“. New residential areas are currently being built around the lake, which are intended to attract wealthier residents.

One thing I did notice: Even the „old“ part of Hörde, which can be seen in the photo, appeared a lot cleaner and more well-tended to me than other, comparable districts, for example in Duisburg.

Phoenix-West aus der Ferne gesehen, im Vordergrund ein Schrebergarten.

Phoenix-West as seen from a distance, with a community garden in the foreground.

Das Werk Phoenix-West von der Halde Hympendahl aus gesehen. Halden sind im Ruhrgebiet weit verbreitete künstliche Hügel, die einst durch die Anhäufung von abgetragenem Gestein aus dem Bergbau entstanden sind. Heute sind viele der Halden im Ruhrgebiet frei zugängliche Aussichtspunkte.

The Phoenix-West plant as seen from top of Halde Hympendal, a spoil tip. Those artificial hills are very common in the Ruhr area and have once been created by piling up accumulated rock removed during coal and ore mining. These days, many of the spoil tips in the Ruhr area are freely accessible observation points.

Eine der Hauptzufahrtsstraßen zum Werk Phoenix-West. Links der Hoesch-Gasometer, der heute unter Denkmalschutz steht. Im Vordergrund sieht man außerdem einige der Betriebe, die sich im umliegenden Gewerbegebiet niedergelassen haben.

One of the main access roads to the Phoenix-West plant. The Hoesch gas holder to the left is under monument protection these days. In addition, some of the new businesses that have settled down in the surrounding commercial zone can be seen in the foreground.

Ein paar Rundumansichten des Werks.

Some views from all around the plant.

Eine moderne Straße, die heute direkt am Werk vorbeiführt, inklusive einiger der neu errichteten Gebäude der ansässigen neuen Betriebe. Viele Gewerbeflächen stehen nach wie vor frei, dies liegt allerdings auch daran, dass die Stadt Dortmund Grundstücke im Bereich Phoenix-West bewusst nur an solche Unternehmen vermieten oder verkaufen möchte, die beabsichtigen, möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen. Damit sind Logistikunternehmen schon einmal außen vor. Der grüne Streifen in der Mitte der Straße ist als möglicher Verlauf einer späteren Straßenbahnlinie vorgesehen.

A modern road that goes directly past the plant these days, including some of the newly-built buildings used by the resident new businesses. Many commercial properties are still vacant; however, this is also due to the fact that the city of Dortmund only wants to rent or sell vacant lots in the Phoenix-West area to businesses that intend to create as many new jobs as possible. Therefore, logistics companies are not an option. The green strip in the middle of the road is considered as a potential route for a future streetcar line.

Bei den zwei Gebilden vor dem Gasometer handelt es sich nicht um moderne Kunst, sondern um die verbliebenen Stahlskelette von zwei Kühltürmen, deren asbesthaltige Außenverkleidung im Zuge von Sanierungsmaßnahmen entfernt wurde.

The two structures in front of the gas holder aren’t pieces of modern art, but the remaining steel frames of two cooling towers, whose outer paneling contained asbestos and was removed as part of clean-up measures.

Der Hoesch-Gasometer selbst.

The Hoesch gas holder itself.

Hierbei handelt es sich tatsächlich um Kunst: Die Skulptur „Hüttenmann“, erschaffen 1953 von der Künstlerin Friedel Dornberg, zeigt einen Arbeiter eines Hüttenwerks in Schutzkleidung und hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine regelrechte Odyssee durch Dortmund hinter sich. Nun steht die Figur am Phoenix-Platz. Im Hintergrund sieht man die Möllerbunker des Werks sowie eine Gichtgasleitung, auf der sich der „Skywalk“ befindet.

This is, in fact, a piece of art: The sculpture „Hüttenmann“, created in 1953 by artist Friedel Dornberg, shows a blast furnace worker in protective gear and has been through an outright odyssey throughout Dortmund during the past few decades. Now the figure is standing at the Phoenix-Platz (Phoenix Square). In the background, the plant’s ore bunkers and a furnace gas pipe with the „Skywalk“ on top of it can be seen.

Ein Teil einer alten Gichtgasleitung, die zu Darstellungszwecken in der Nähe des Werks neu aufgestellt wurde.

A piece of an old furnace gas pipe that has been relocated to a position near the plant for illustrative purposes.

Das Ende der Gasleitung, auf der sich heute der Skywalk befindet.

The end of the gas pipe on top of which the Skywalk is located these days.

Der Aufstieg zum Skywalk. Zu beachten: Der Skywalk und das gesamte Werk Phoenix-West sind derzeit nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Führungen finden zu festgelegten Terminen statt, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Karten können über das Tourismusportal der Stadt Dortmund erworben werden. Der aktuelle Preis für eine Führung liegt bei 15 Euro pro Person, allerdings sind die Führungen erfahrungsgemäß immer schnell ausgebucht.

The way up to the Skywalk. Please note: The Skywalk and the entire Phoenix-West plant are currently only accessible as part of guided tours. The tours take place at set dates, the number of participants is limited. Tickets can be purchases via the city of Dortmund’s tourism portal (only partially in English). The current price for a tour is 15 Euros per person; however, from experience, the tours are usually quickly sold out.

Blick auf einen Teil der Parkanlagen rund ums Werk.

A look at part of the park areas around the plant.

Wie der Name schon andeutet, führt der „Skywalk“ in 26 Metern Höhe über eine nicht mehr genutzte Gichtgasleitung zur Hochofenanlage.

As the name implies, the „Skywalk“ leads across an out-of-use furnace gas pipe 26 meters (a little over 85 feet) above the ground to the blast furnace installations.

Was von Phoenix-West übrig geblieben ist: Hochofen 5 samt Winderhitzern (rechts), das Gestell von Hochofen 6 samt Winderhitzern (links) sowie im Vordergrund der Möllerbunker. Genau wie die überdachte Möllerhalle in Völklingen (siehe den vorangegangenen Beitrag zur Völklinger Hütte) werden auch die im Ruhrgebiet üblichen Möllerbunker zur Lagerung der für die Beschickung der Hochöfen verwendeten Rohstoffe genutzt. Das Rohmaterial wird mit Zügen angeliefert und in die einzelnen Bunkertaschen entleert. Von dort werden das Eisenerz und weitere Zusatzstoffe dann per Schrägaufzug auf den Hochofen gebracht.

Rechts neben Hochofen 5 befand sich bis vor einigen Jahren auch noch Hochofen 3. Bilder findet man unter anderem hier, hier und hier. Im Zuge der Stillegung des Werks wurden im Jahr 2001 Teile an die chinesische Jiangsu Shagang Group verkauft, die Hochofen 3 demontieren und per Schiff nach China bringen ließ, wo er fachgerecht wieder aufgebaut wurde und angeblich heute noch laufen soll. Ein Bild vom Abbau findet sich hier.

The remains of Phoenix-West: Blast furnace no. 5 including Cowper stoves (on the right), the outer frame of blast furnace no. 6 including Cowper stoves (on the left) and, in the foreground, the ore bunkers. Just like the sheltered burden shed in Völklingen (see the previous report on Völklingen Ironworks), the ore bunkers that are commonly found in the Ruhr area are also used to store the raw materials needed for charging the blast furnaces. The raw materials are delivered by trains and dropped into the individual bunker chambers. From there, the iron ore and other materials are then transported up to the top of the furnace via inclined lifts.

On the right, nex to blast furnace no. 5, used to be the location of blast furnace no. 3 up until a few years ago. Photos can be found here, here and here, among other places. When the plant was closed, parts of it were sold to the Chinese Jiangsu Shagang Group in 2001, who had blast furnace no. 3 dismantled and shipped off to China, where it was professionally reassembled and is supposedly still in use to this very day. A photo of the disassembly can be found here.

Bei den überdachten Gebilden im Vordergrund handelt es sich um Windenhäuser. Diese dienten dazu, die Wagen mit den Rohmaterialien per Seilwinde über den Schrägaufzug auf die Hochöfen zu befördern.

The sheltered stuctures in the foreground are winch houses. Those were used to haul the skip cars containing the raw materials to the top of the blast furnaces using cable winches.

Wie man sieht, lassen sich einige Zeitgenossen von Absperrungen nicht abschrecken. So ein „verbotenes“ Gelände lädt geradzu zu waghalsigen Klettertouren ein, inklusive unerwünschten Hinterlassenschaften wie diese Graffitis von sehr unterschiedlicher künstlerischer Qualität.

As you can see, certain fellows aren’t held back by barriers. Such a „forbidden“ area downright invites to risky climbing tours, including unwanted territory markings such as these graffitis of widely varying artistic quality.

Die Standpfeiler der Windenhäuser und der untere Teil der Schrägaufzüge.

The structural columns holding the winch houses and the lower portions of the inclined lifts.

Ein Blick am Schrägaufzug entlang hinunter in den Möllerbunker. In der Bildmitte befinden sich Absperrungen, die verhindern sollen, dass Unbefugte die schmalen Treppen, die am Schrägaufzug entlang führen, bis nach oben klettern.

A look along the inclined lift down into the iron ore bunker. In the center of the photo, you can see barriers intended to prevent unauthorized intruders from climbing the narrow stairs leading along the inclined lift up until the top.

Diese „Skips“, auch „Hunte“ genannt, transportierten das Eisenerz und die anderen Rohmaterialien über Schrägaufzug bis hoch zur Gichtbühne des Hochofens.

These „skip“ cars transported the iron ore and other raw materials up to the blast furnace’s charging platform via the inclined lift.

Ein paar Eindrücke von dem Gewirr aus Stahlträgern, Rohren und Laufstegen im Inneren der Anlage.

A few impressions of the maze of steel columns, pipes and catwalks inside the plant.

Die Winderhitzer von Hochofen 5. Wie schon in den vorangegangenen Beiträgen erklärt, wird in Winderhitzern Heißwind erzeugt, der für den Betrieb des Hochofens benötigt wird.

The Cowper stoves of blast furnace no. 5. As already explained in the previous reports, Cowper stoves generate hot air that is required for operating a blast furnace.

Der mittlere und untere Teil von Hochofen 5, oben im ersten Bild der Schrägaufzug. Die Rohre, die außen am Hochofen entlang nach unten führen, gehörten zum Kühlsystem.

Zum Zeitpunkt meines Besuchs war der Bereich Phoenix-West offiziell noch eine „Baustelle“. Vieles war provisorisch, es gab einige ungesicherte Stellen, vor denen während der Führung ausdrücklich gewarnt wurde, und insbesondere die Gichtbühne von Hochofen 5 war noch nicht für Besucher freigegeben. Geplant ist, diese ab August 2014 im Ramen von Skywalk-Führungen begehbar zu machen.

The middle and lower sections of blast furnace no. 5, with the inclined lift at the top of the first photo. The pipes leading down on the outside of the blast furnace were part of the cooling system.

At the time of my visit, the Phoenix-West site was officially still „under construction“. A lot was still makeshift, there were some unsafe areas we were explicitly warned about during the tour, and the charging platform of blast furnace no. 5 in particular was not open for visitors yet. The plan is to make it accessible as part of Skywalk tours beginning in August 2014.

Der untere Teil von Hochofen 5. Wie man sieht, fehlen sämtliche Blasformen, die einst den Heißwind aus den Winderhitzern in den Hochofen geblasen haben. Dafür ist so ein Blick ins Innere des Hochofens möglich. Bei der großen Öffnung im zweiten Bild handelt es sich um das erweiterte Stichloch, davor erkennt man die Bohrmaschine, mit der das Stichloch für jeden Abstich erneut aufgebohrt wurde.

The lower section of blast furnace no. 5. As you can see, all of the tuyeres, which were used to blow the hot air from the cowper stoves into the blast furnace, are missing. On the other hand, this allows for a look inside the furnace itself. The large opening in the second photo is the expanded taphole, while the device on the outside is the drilling machine that was used to open the taphole for each run-off.

Die Überreste von Hochofen 6. Anfang 2007 wurde der Hochofen entkernt, dabei wurden der Großteil des Hochofens selbst inklusive der Gichtgasrohre entfernt. Bilder vom Hochofen vor der Entkernung findet man unter anderem hier und hier, Bilder von der Entkernung selbst unter anderem hier, hier und hier. Geblieben sind heute nur das Gestell, der Schrägaufzug und der untere Teil des Hochofens.

The remains of blast furnace no. 6. In early 2007, the blast furnace was gutted; most of the furnace itself including the gas pipes were stripped down. Photos of the blast furnace before its disassembly can be found here and here, whereas photos of the disassembly in progress can be found here, here and here, among other places. These days, only the outer frame, the inclined lift and the lower portion of the blast furnace remain.

Die Winderhitzer von Hochofen 6.

The Cowper stoves of blast furnace no. 6.

Links die Winderhitzer, rechts der untere Teil von Hochofen 6. Wie man erkennt, ist die Heißwindringleitung noch vorhanden, ebenso die Blasformen. Der Zaun im Bild ist auf den zuvor erwähnten Zustand der Anlage als „Baustelle“ zurückzuführen.

Cowper stoves to the left, the lower part of blast furnace no. 6 to the right. As you can see, the bustle pipe is still present, as are the tuyeres. The gate seen in the photo is due to the aforementioned „under construction“ state of the site.

Zwar sind die Blasformen von Hochofen 6 noch alle vorhanden, jedoch wurden sie abmontiert und hängen nun rund um den Hochofen (bzw. das, was davon übrig ist) herab. So ist auch hier ein Blick ins Innere möglich.

Even though all the tuyeres of blast furnace no. 6 are accounted for, they have been detached and are now hanging down around the blast furnace (what’s left of it, that is). Therefore, it’s possible to take a look inside here as well.

Tatsächlich ist das Innere von Hochofen 6 begehbar! Über eine derzeit noch teilweise baufällige Treppe (links gehen!) gelangt man hinab in die Abstichhalle, und von dort kann man durch das Stichloch den Hochofen betreten. Auch hier ist wieder Vorsicht angesagt, das Loch ist eng und man sollte unbedingt den Kopf einziehen.

In fact, the inside of blast furnace no. 6 is accessible! Using a currently still partially derelict flight of stairs (stay on the left!), you get down into the casthouse, and from there, you can enter the blast furnace though the taphole. Caution is advised here as well, the hole is narrow and you should really watch your head.

Das Innere von Hochofen 6. Die feuerfeste Verkleidung wurde bis auf eine kleine Kante am Boden ebenfalls entfernt, so dass der Ofenpanzer selbst zu sehen ist. Der „Boden“ besteht tatsächlich aus dem Teil des Roheisens, der nicht abfließen konnte, da er sich unterhalb des Stichlochs befand. Dieser Teil eines Hochofens ist auch als „Ofensau“ bekannt. Daher stammt auch der Name meines Blogs!

The inside of blast furnace no. 6. The refractory lining has also been removed except for a small ledge at the ground, allowing for the furnace shell itself to be seen. The „ground“ is actually made out of the part of the pig iron that couldn’t run down because it was below the taphole. This part of a blast furnace is also called a „salamander„, or „Ofensau“ („furnace pig“) in German. And now you know what the name of my blog means!

Blick hinauf an der Wand des verbliebenen Teils des Ofenpanzers. Am oberen Ende sind die Kühlkästen zu sehen, und darüber das Gestell des Hochofens samt Schrägaufzug.

Konkrete Pläne für die weitere Nachnutzung des Gestells von Hochofen 6 gibt es noch keine. Zwischenzeitlich war mal angedacht, hier möglicherweise ein Bürogebäude unterzubringen, andere aktuelle Überlegungen beinhalten unter anderem ein Restaurant. Es fehlt allerdings noch der entsprechende Abnehmer.

A look up the wall of the remaining part of the furnace shell. On the upper end, the cooling boxes can be seen, and above them, the outer frame of the furnace and the inclined lift.

There are currently no concrete plans for a further use of the outer frame of blast furnace no. 6 yet. At one point, it was considered to use it to house an office building, other current ideas include a restaurant. However, there is currently no buyer yet.

Das Innere der Abstichhalle.

The inside of the casthouse.

An diesen Schienen waren früher die Bohrmaschine sowie die Stopfmaschine angebracht, mit denen das Stichloch für jeden Abstich aufgebohrt und anschließend wieder verstopft wurde.

These rails once held the machine used to drill the taphole open for each run-off, as well as the machine used to plug it again afterwards.